Plan 3: Shortselling
Wie andere damit reich wurden: Shortselling (auch bekannt als Leerverkauf) ist eine Taktik, mit der man Geld verdient, indem man Dinge verkauft, die einem eigentlich nicht gehören, wobei man darauf spekuliert, dass die Preise sinken, damit man das zurückkaufen kann, was einem eigentlich nicht gehört. Klingt kompliziert? Ich erkläre es mal an einem Beispiel: Man leiht sich zum Beispiel 100 Aktien von Firma A und verkauft sie an der Börse für 5000 Euro. Am nächsten Tag fallen die Kurse, so dass man 100 Aktien der Firma für 4500 Euro kaufen kann. Man gibt die Aktien an den zurück, von dem man sie sich geliehen hat, bezahlt die Leihgebühr und hat mit dieser kleinen Aktion über 400 Euro Gewinn gemacht. Mit etwas Hartnäckigkeit und Glück haben viele Leute so ein Vermögen gemacht. Ganz gerissene Leute kehren das Prinzip um und verkaufen Aktien, die sie noch gar nicht haben, welche sie dann aber ein paar Tage später bei gefallenen Kursen einkaufen. Das nennt man dann naked shortselling oder nackten Leerverkauf. Nein, das denke ich mir nicht aus.
Warum du damit nicht reich wirst: Das Blöde ist, dass du bis zum Hals im Schlamassel steckst, falls der Aktienkurs nicht fällt, denn du musst die hundert Aktien auf jeden Fall zwei bis drei Tage nach dem Verkauf wieder haben, um sie an den Verleiher oder an den Käufer abgeben zu können. Wenn man also im Oktober 2008 mit VW-Aktien Shortselling betreiben wollte und Porsche dann mal eben fast alle verfügbaren Aktien gekauft hat, musste man in den sauren Apfel beißen und tausend Euro pro Aktie bezahlen, wenn man nicht wollte, dass ein paar unfreundliche Herren vorbeikommen und einem die Kniescheiben zertrümmern. Deswegen wurde die Taktik des Leerverkaufs in vielen Ländern der Welt vorübergehend verboten oder eingeschränkt. Also entweder darfst du es nicht machen, oder du hast mit großer Wahrscheinlichkeit Pech und die Kurse sinken nicht wie erwartet.





